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Der
Orden und sein Gründer
Dominikus (1172-1221) sammelte eine
Gemeinschaft von Brüdern, denen die vielfältigen Probleme
ihrer Zeit nicht gleichgültig waren. Sie sollten die Kirche wieder
glaubwürdig machen und das Evangelium zu den Menschen tragen.
Angesichts der Reformbedürftigkeit der Kirche waren
viele Menschen in Sekten abgewandert, weil sie dort eine entschiedene,
evangeliumsgemäße Nachfolge Jesu suchten. Tatsächlich
aber wurde in diesen Gemeinschaften das Evangelium durch eine andere
Lehre ersetzt. Dominikus erkannte die Berechtigung des
ursprünglichen Anliegens; er griff die Idee kompromissloser Orientierung am Evangelium auf und gab ihr einen Platz
innerhalb der Kirche. Wie die Apostel sollten die Brüder arm und
als Wanderprediger zu den Menschen gehen. Durch ihr Leben und ihre
Verkündigung sollten sie Brücken bauen, Helfer auf dem Weg
der Nachfolge Christi sein.
Für diesen Dienst prägte Dominikus
einen neuen Typ von Orden. Er verband zwei bis dahin getrennte
Kräfte christlichen Lebens, Betrachtung und aktiven Dienst, zu
einer Einheit. Dominikus erneuerte in seinem „Orden
der Predigerbrüder" die kirchliche Tradition, indem
er sie auf das Beispiel der Apostel zurückführte. Wie
Christus die Apostel ausgesandt hatte, um die Frohe Botschaft zu
verkünden, nahmen die Brüder an der kirchlichen Fortsetzung
dieses Auftrags teil. Die Errichtung einer Ordensgemeinschaft bildete
die Urgemeinde in Jerusalem nach. Durch ihr apostolisches Leben
stellten sich die Brüder in die Nachfolge der einfachen,
anspruchslosen Lebensweise der Apostel.
Diese dominikanischen Ziele werden im Rahmen der Süddeutsch-Österreichischen
Provinz wahrgenommen.
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